Deutsche Sportförderung – Robert Harting kritisiert – Vorsitzende des Sportausschusses fordert breite Debatte

Der Deutsche Olympische Sportbund gerät zu Recht weiter in die Kritik wegen seines Festhaltens an der bisherigen Förderpraxis und den sog. Zielvereinbarungen, die bereits während der Olympischen Spiele in London für Diskussionen gesorgt hatten. Neben dem Diskus-Olympiasieger Robert Harting wurde Kritik laut u.a. vom Deutschen Tischtennis-Bund. Immerhin ergreift auch die Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, Dagmar Freitag (SPD) in dieser Auseinandersetzung das Wort und verweist darauf, dass wohl ein Bedürfnis nach breiter angelegter Debatte besteht, als bisher praktiziert. Die Kritik von Harting kontert der DOSB-Generaldirektor Vesper damit, dass Harting „offenkundig polemisch und auf falschen Fakten basierend argumentiert„.

Wer bitte ist polemisch in seiner Argumantation, wenn gegenüber Leistungssportlern der Vorhalt gemacht wird und zwar vom Präsidenten des DOSB, Dr. Bach, man solle doch „Lottospielen„? Wenn, dann kontert Harting lediglich Polemik mit Polemik.

Wir hatten darüber berichtet. Neben Harting gibt es eine Reihe namhafter Spitzenathleten, die sich der Kritik angeschlossen haben. Auch der Beachvolleyball-Olympiasieger Julius Brink gehört dazu.

Dr. Steffen Lask

Rechtsanwalt