eAU: Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist ab 2023 Pflicht
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eAU: Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist ab 2023 Pflicht

Ab Januar 2023 wird die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auf Papier durch eine elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) abgelöst. Welche Neuerungen dadurch auf Unternehmen zukommen, weiß Unternehmensberater Andreas Bachmeier.

Der Start für die Einbindung der eAU war ursprünglich schon für den 1. Juli 2022 vorgesehen, wurde dann aber vom Gesetzgeber auf den 1. Januar 2023 verschoben aufgrund von Problemen in der Pilotphase. Mit dem neuen Verfahren der eAU müssen Arbeitnehmende ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht mehr bei Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen vorzeigen. Stattdessen stellen die Krankenkassen die entsprechenden Arbeitsunfähigkeitsdaten elektronisch zur Verfügung und die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen rufen diese Daten dann ab.

Was bedeutet das für Arbeitgebende?

Künftig müssen auf Grundlage der Krankmeldung der Arbeitnehmenden proaktiv die AU-Daten von den Krankenkassen abgerufen werden. Der Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen rufen dann über das Lohnprogramm oder sv.net die eAU-Daten ab.

Wichtig: Arbeitnehmende haben weiterhin die Pflicht, dem Arbeitgeber oder den Arbeitgeberinnen ihre Arbeitsunfähigkeit zu melden, aber ein Abgleich zwischen der bisherigen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in Papierform ist zukünftig nicht mehr möglich. Eine exakte Absprache zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden sowie zwischen Arbeitgebenden und Steuerberater:innen ist damit zwingend notwendig. Es ist zu klären, wie und in welcher Form die Informationen über die Fehlzeiten zum Steuerberater oder zur Steuerberaterin gelangen und wer die elektronische Abfrage der AU-Zeiten vornimmt.

Derzeit erfolgt die Rückmeldung von den Krankenkassen innerhalb von 3 – 5 Tagen, sodass die Lohnabrechnung entweder zweimal im Monat angefasst werden muss oder der Abgleich auf den folgenden Monat verschoben wird. Auch dies erfordert eine Absprache zwischen Arbeitgebenden und Steuerberater:innen, da mit der ggf. später erfolgenden Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen durch die Krankenkassen insbesondere für kleinere Unternehmen ggf. Liquiditätsnachteile drohen können.

Sie haben Fragen zur eAU? Unsere Unternehmensberater und zertifizierten Datenschutzbeauftragten helfen Ihnen gerne bei der Umsetzung. Schreiben Sie uns per Kontaktformular.

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Ansprechpartner

Unternehmensberater in Dingolfing, Andreas Bachmeier
Andreas Bachmeier
Tel.: +49 8731-75 96 0
Unternehmensberater in Dingolfing
Beraterseite

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