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Europäische Umweltstandards kosten die Landwirtschaft pro Jahr 315 Euro/Hektar

13.11.2017

Die Wissenschaftler um Professor Dr. Helmut Karl, Ruhr-Universität Bochum, und Dr. Steffen Noleppa, Forschungsinstitut HFFA Research GmbH, analysieren in ihrer Studie die Mehrkosten und Mindererlöse für die deutsche Landwirtschaft. Insbesondere geht es auch um die Kosten und Erlöse auf einzelbetrieblicher Ebene, die von Umweltstandards und Auflagen in der Europäischen Union ausgehen.

Die Unterstützungen für die Landwirtschaft der gemeinsamen Agrarpolitik der EU stehen regelmäßig in der öffentlichen Diskussion. Dabei geht es oftmals auch um Umweltkosten, die  der landwirtschaftliche Sektor verursacht. Nicht mit in die Diskussion einbezogen sind aber die Aufwendungen, die der Landwirtschaft durch immer neue Auflagen entstehen. Diese Aufwendungen sind nun in einer neuen Studie erfasst.

Dabei konzentrieren sich die Wissenschaftler vor allem auf

  • Erhöhte Produktionskosten durch den veränderten Betriebsmitteleinsatz
  • Geringere Markterlöse durch den Verzicht auf Produktivität

Die Wissenschaftler haben vor allem die Auflagen untersucht, deren Kosten sich tatsächlich quantifizieren lassen. Dazu zählen beispielsweise die Kosten für die Wasserrahmenrichtlinie, die neue Düngeverordnung, Bürokratie und Cross-Compliance, sowie für Greening.

Im Ergebnis kommt die Studie auf Kosten für die Landwirtschaft in Höhe von über 5,2 Milliarden Euro aufgrund der zu berücksichtigenden Umweltstandards. „Auf die landwirtschaftliche Nutzfläche Deutschlands umgelegt bedeutet dies einen Mehraufwand von 315 Euro/Hektar, den die Landwirte tragen müssen“, sagt Mauritz von Wersebe, Steuerberater bei Ecovis in Bergen auf Rügen. Der weitaus größte Teil dieser Kosten entfällt dabei auf die Aufwendungen zur Wasserrahmenrichtlinie (1,54 Milliarden Euro). Folglich entfallen auf einen deutschen Haupterwerbsbetrieb nach Testbetriebsnetz jährlich circa 28.000 Euro.

Die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf Weltmarktgüter ist dramatisch:

Weitere Informationen sowie die komplette Studie finden Sie auf der Seite des Deutschen Bauernverbands.

Mauritz von Wersebe, Steuerberater bei Ecovis in Bergen auf Rügen