Mitarbeiterbeteiligungsprogramme mit negativer Liquidationspräferenz
Mitarbeiterbeteiligungsprogramme sind ein wichtiges Instrument für die Incentivierung von Schlüsselarbeitskräften, wobei zwischen virtuellen und echten Anteilen zu unterscheiden ist. Mit der vergünstigten Gewährung von echten Anteilen kann ein steuerpflichtiger geldwerter Vorteil für den Mitarbeiter einhergehen. In der Praxis versucht man, dies durch die Vereinbarung einer negativen Liquidationspräferenz zu vermeiden (sogenannte Hurdle Shares oder Growth Shares). Vor Kurzem haben die österreichische und die deutsche Finanzverwaltung zur steuerlichen Behandlung von negativen Liquidationspräferenzen Stellung genommen. Der Beitrag beleuchtet die neuen Aussagen der Finanzverwaltung und geht auch auf die richtige vertragliche Ausgestaltung sowie zentrale Praxisfragen ein.
von Christoph Puchner und David Gloser