Datenanalyse: Big Data für Big Business

Eine strukturierte Datenanalyse kann strategische Entscheidungen verbessern. Wie und wofür deutsche Unternehmen ihre Daten nutzen und welche Potenziale sich daraus ergeben, erklärt Rainer Priglmeier, Unternehmensberater bei Ecovis in Dingolfing.

Herr Priglmeier, wofür nutzen deutsche Unternehmen vorwiegend Datenanalysen?
Zu den wichtigsten Vermögenswerten eines Unternehmens zählen mittlerweile die Informationen aus bestehenden Kundenbeziehungen. Neben den persönlichen Informationen über die Kunden sind vor allem Daten zu ihrem Kaufverhalten wertvoll. Mithilfe von Datenanalysen lassen sich daraus Kundentrends und auch künftige Kundenansprüche ableiten. Unternehmen können so den künftigen Bedarf abschätzen und frühzeitig die notwendigen Bestellungen oder Personalkapazitäten planen. Gegenüber Unternehmen, die sich mit der Thematik nicht beschäftigen, ergeben sich daraus klare Wettbewerbsvorteile.

Wie lassen sich Daten lesen, damit man auch die richtigen Schlüsse daraus zieht? Wer unterstützt dabei?

Wichtig ist zunächst, dass man sich über die Zielsetzung der Datenanalyse klar wird. Beispielsweise: künftiger Kundenbedarf, Reduzierung der Kosten oder Erschließung neuer Abnehmer. Anschließend wird der vorhandene Datenbedarf betrachtet und entschieden, ob sich damit die gewünschte Analyse mit diesem Datenbestand machen lässt. Im positiven Fall werden mit IT-Fachspezialisten im Unternehmen die notwendigen Auswertungen vorgenommen. Das Ergebnis ist zunächst nur eine Datensammlung, die mit volks- und betriebswirtschaftlicher Betrachtung weiter analysiert wird. Daraus lassen sich Maßnahmen oder Trends für die Zukunft ableiten. Um die Mandanten hier bestmöglich zu unterstützen, hat Ecovis diesen Geschäftsbereich der Unternehmensberatung mit IT-Spezialisten verstärkt.

Wo sehen Sie Potenziale für Firmen, gesammelte Daten so zu verarbeiten, dass daraus Neugeschäft und Wachstum entsteht?

Die größten Potenziale für Wachstum und Neugeschäft sehen wir derzeit insbesondere bei Unternehmen, die Produkte an Endabnehmer verkaufen, sowie bei Beratungsunternehmen. Hier gibt es die größten Datenbestände. Doch auch bei produzierenden Unternehmen lässt sich mit Datenanalyse die Effizienz steigern und Kosten senken. Insgesamt liefern Datenanalysen sehr wertvolle Informationen.

An welche neuen Geschäftsfelder denken Sie bei Ihren Mandanten?

Derzeit denken wir hier weniger an neue Geschäftsfelder. Vielmehr steht die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit im Vordergrund. Das lässt sich erreichen, weil unsere Mandanten frühzeitig auf veränderte Kundenbedürfnisse eingehen können. Neben der reinen Datenanalyse sprechen wir mit den Unternehmen auch intensiv über Geschäftsfelder und Strategien. Oft ergeben sich allein aus diesen Gespräche schon wertvolle Informationen für die Zukunft.

Rainer Priglmeier, Unternehmensberater bei Ecovis in Dingolfing

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