Schutzschirmverordnung für Heilmittelpraxen in Kraft getreten
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Schutzschirmverordnung für Heilmittelpraxen in Kraft getreten

Wir hatten bereits an dieser Stelle über Pläne des Gesundheitsministeriums zu einem Schutzschirm für Physiotherapeuten und andere Heilmittelbringer berichtet.

Der nun veröffentliche Verordnungstext gilt ab dem 05.05.2020 und sieht für den ganz überwiegenden Teil der Praxen eine Einmalzahlung von 40 % ihrer im vierten Quartal 2019 mit den gesetzlichen Krankenkassen abgerechneten Leistungen vor.

Keine Aufrechnung oder Anrechnung mit anderen Hilfen oder Kurzarbeitergeld

Erfreulicherweise soll die Auszahlung nicht mit anderen finanziellen Hilfen verrechnet werden. Die Zahlung muss auch nicht zurückbezahlt werden. Außerdem werden Ansprüche der Praxen auf Zahlung von Kurzarbeitergeld durch die Ausgleichszahlung nicht berührt, anders als es bei den vertragsärztlichen Praxen aktuell vorgesehen ist.

Praxen, die erst nach dem 1. Oktober 2019 zugelassen worden sind und in der Startphase nur geringe Umsätze hatten, erhalten eine Mindestzahlung pro Monat von 1.500 €.

Ausgleich gilt nur für pflichtversicherte Patienten

Ein Ausgleich für fehlende Umsätze mit den privaten Krankenversicherungen ist nicht vorgesehen. Hier weigern sich die PKV so vehement wie bei den Ärzten. Bezüglich der Leistungen der Unfallversicherung und der Rentenversicherung sind weitere Gespräche mit den Trägern vorgesehen.

Wie läuft das Antragsverfahren?

Bis zum 15.05.2020 muss der GKV Spitzenverband nun Regelungen zum Antragsverfahren und zur Anweisung der Ausgleichzahlungen bestimmen.

 

Wir beobachten das weitere Geschehen für Sie weiter und berichten an dieser Stelle wieder.

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