Neues im Fall – Pechstein

(09.04.2010)

C. Pechstein hatte zuletzt ihre Hoffnungen auf einen für sie erfolgreichen Ausgang im Kampf gegen die Dopingsperre an die medizinischen Einschätzungen des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, Ehninger geknüpft. Prof. Ehninger hatte Pechstein wegen ihrer abnormen Blutwerte eine leichte Sphärozytose attestiert. Diese Aussagen sind nunmehr von einem Kollegen, nämlich von Prof. Ganser scharf kritisiert worden. Er hält die Aussagen seines Berufskollegen für „wissenschaftlich nicht abgesichert„. Unwissenschaftlichkeit als Vorwurf ! Das ist ein scharfes Geschütz. Ganser begründet in einem Interview gegenüber der FAZ am Donnerstag seine Kritik, wonach für eine Sphärozytose bei Frau Pechstein eine defekte Membranstruktur hätte festgestellt werden müssen. Diese ist jedoch bislang durch nichts belegt.

Zuletzt hatte sich in diesem Fall der selbsternannte Dopingjäger Prof. Franke zu Wort gemeldet und mit einer – wie ich finde – pointierten Frage gestichelt: Nämlich sinngemäß, ob das Rückenmark von Frau Pechstein wisse, wann die jeweiligen Eisschnelllauf- Jahreshöhepunkte stattfinden.

Dr. Steffen Lask

Rechtsanwalt



Autor:
Steffen Lask
steffen.lask@ecovis.com
Website

Tags: