Investmentfonds und Vermögensverwaltung

Die moderne Finanzinfrastruktur macht Litauen zu einem der attraktivsten Orte für Finanzdienstleister im europäischen Binnenmarkt. Gründer des ersten elektronischen Börsenplatzes der Welt Nasdaq ist in Litauen und im Baltikum stark vertreten und hat das Nasdaq Technology und Business Support Competence Zentrum in Vilnius gegründet.

Die Nasdaq-Börsen in Tallinn, Riga und Vilnius bilden den baltischen Markt, dessen Kernidee es ist, die Unterschiede zwischen den Märkten zu minimieren, um den grenzüberschreitenden Handel zu erleichtern. Die Zentralverwahrer von Litauischen, Lettischen und Estnischen Zentralverwahrern sind ebenfalls im Besitz der Nasdaq und bieten hochrangige Depotdienstleistungen an. Die skandinavischen Banken SEB, Swedbank, DnB mit Sitz in Litauen sowie andere Marktteilnehmer bieten erstklassige Depot-, Verwahrungs- und Brokerdienstleistungen an.

Mit der EU-Richtlinie 2011/61 / EU über alternative Investmentfondsmanager (AIFMD) können Investmentgesellschaften, die in Litauen lizenziert sind, Investmentanteile ihrer Investmentfonds an professionelle Anleger auf dem gesamten europäischen Markt vermarkten und so schnelles und einfaches Benachrichtigungsverfahren in jedem EU-Mitgliedstaat passieren.

Die EU-Richtlinie 2009/65 / EG zur Koordinierung von Gesetzen, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften für Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) erlaubt es Anlageverwaltern, die in Litauen zugelassen sind, ihre Anlagefonds allen Anlegern anzubieten, die das Registrierungsverfahren in ihrem Heimatland durchlaufen.

In Litauen registrierte Anlageverwaltungsgesellschaften, die gemäß der AIFMD-Richtlinie zugelassen sind, dürfen Investmentfonds, die in anderen EU-Mitgliedstaaten registriert sind, aufnehmen und verwalten. Zum Beispiel kann eine in Litauen registrierte Verwaltungsgesellschaft Investmentfonds verwalten, die in renommierten Rechtsordnungen wie Großbritannien oder Luxemburg registriert sind, Vermögenswerte des Fonds in UK verwahren und Dienstleistungen von in Großbritannien ansässigen Brokern oder Anlageberatern zur Verteilung von Fonds verwenden. Dies schafft ein sicheres, effizientes und kosteneffektives europaweites Investment-Management-Vehikel für professionelle Anleger.

Die litauische Regelung erlaubt es Fondsmanagern, außerhalb Litauens zu bleiben, so dass sie jederzeit so nah wie möglich bei ihren Kunden sein können. Alternativ besteht die Möglichkeit, Fondsmanager im Repräsentanzbüro der litauischen Verwaltungsgesellschaft in ihrem Heimatland zu beschäftigen.

Die Möglichkeit, relativ kostengünstige NAV-Berechnungen, Investorsbeziehungen oder andere Managementfunktionen von lokalen Dienstleistern in Litauen auszulagern, bedeutet einen großen Wettbewerbsvorteil.

Die Bank von Litauen bündelt die Funktionen einer Zentralbank und der Finanzaufsichtsbehörde (Regulierungsbehörde) in Litauen. Die Aufsichtsbehörde trat aus der Rolle des Wachhundes aus und verpflichtete sich, neu gegründete Unternehmen zu konsultieren und zu unterstützen und sie im ersten Betriebsjahr nicht wegen geringfügiger Verstöße zu bestrafen. Durch dieses regulatorische Verhalten und die wesentlich geringeren Finanzierungs-, Lizenzierungs- und Unterhaltskosten der Finanzinstitutionen ist Litauen für die Vermögensverwaltungsgeschäfte aus der ganzen Welt attraktiv.

Die Mindestkapitalanforderung für eine Anlageverwaltungsgesellschaft beträgt von 125 000 EUR.

Die Gründe, warum Litauen eines der führenden Länder in der EU für die Lizenzierung der Managementgesellschaften und Investmentfonds ist:

  • Schneller Lizenzierungsprozess. Lizenzerteilung innerhalb von 3 Monaten und noch schneller.
  • Keine besondere Anforderung an die Unternehmensleitung, sich in Litauen aufhalten zu müssen.
  • Die Dokumente können in englischer Sprache eingereicht und während des Prozesses geändert werden, anstatt formell vor und zurück zu schreiben.
  • Keine Sanktionen für das erste Jahr. Die Bank von Litauen hat sich verpflichtet, neu gegründete Unternehmen zu unterstützen und sie im ersten Betriebsjahr nicht wegen geringfügiger Verstöße zu bestrafen.
  • Start-up-Visum. Sondervisa für Bürger von Nicht-EU / EWR-Ländern, die in Litauen innovative Unternehmen führen.

ECOVIS International ist ein weltweit führendes Beratungsunternehmen mit mehr als 4.500 Mitarbeitern in 68 Ländern. ECOVIS ProventusLaw ist eine litauische Mitgliedsfirma von ECOVIS International. Die Erfahrung von ECOVIS ProventusLaw beginnt mit der Gründung und Lizenzierung des ersten litauischen modernen Investmentfonds NSEL 30 Indexfonds und der Verwaltungsgesellschaft des Fonds vor 15 Jahren. Wir lizenzierten den ersten litauischen spezialisierten US-Wertpapier-Investmentfonds – ZPR US Small Cap Value Fund. Derzeit berät ECOVIS lokale und internationale Investoren, die eine Lizenz für ihre Investment-Management-Aktivitäten auf dem europäischen Markt suchen.

Mehr über die Registrierung und Lizenzierung von FinTech-Unternehmen in Litauen – http://ecovis.lt/fintech/.

Kontakt:

Inga Karulaitytė-Kvainauskienė

karulaityte_ingaPartner, Rechtsanwältin
E-mail: inga.karulaityte@ecovisproventuslaw.com
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