Remote Leadership: Arbeiten aus dem Homeoffice in Ihrem Unternehmen
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Remote Leadership: Arbeiten aus dem Homeoffice in Ihrem Unternehmen

Einer der Begriffe unserer Zeit ist Remote Leadership: Arbeiten aus dem Homeoffice. Wie gut funktioniert das in Ihrem Unternehmen? Ein Gastbeitrag von Dr. Stefan H. Fischhuber.

Remote Leadership bezeichnet die Fähigkeit von Unternehmen und Unternehmern ihrer Führungsaufgabe auch unter den Vorzeichen von Videokonferenzen und Homeoffice gerecht zu werden. Wir alle machen gerade die Erfahrung, dass Remote Leadership neue Kompetenzmodelle und ein neues Miteinander erforderlich machen.

Seinen gastbeitrag hat Dr. Stefan Fischhuber gefüllt mit Unternehmer-Zitaten aus seiner Mandantschaft, die auch Ihnen aus der unternehmerischen Seele sprechen werden. Das digitale, präsenzlose Arbeiten ist für uns alle ein Stück Neuland und Führung müssen wir unter diesen Prämissen neu lernen.

Remote Leadership: Arbeiten aus dem Homeoffice – Gastbeitrag von Dr. Stefan H. Fischhuber

Mit Corona wurde auch „remote“ zum geflügelten Wort: mehr Homeoffice, verstärkte Videokonferenzen, eingeschränktes Reisen und kaum noch persönliche Treffen sind der neue berufliche Alltag. Wer sich mit Unternehmern und Geschäftsführern dazu austauscht, hört vielerorts ähnliche Statements.

Work-Life-Balance im Homeoffice

So waren viele meiner Gesprächspartner begeistert, da „Videokonferenzen und Homeoffice deutlich besser geklappt haben, als sie gedacht hätten.“ Dennoch sind immer wieder Sorgen zu hören, da Chefs „zu wenig Transparenz über die Arbeitsleistung ihrer Mitarbeiter“ haben.

Dazu kommt die Beobachtung, dass „das Anspruchsniveau sinkt, da der Staat ja sowieso zahlt. Die Work-Life-Balance tendiert zu stark Richtung Freizeit. Die Leistung der Mitarbeiter pendelt sich auf einem niedrigeren Niveau ein.“

Aufgund der geringen Präsenz am Arbeitsplatz „entstehen weniger Ideen, da der kreative Austausch vor Ort fehlt. Man trifft sich nicht mehr spontan oder zufällig in der Kaffee-Ecke.“ Auch im Vertrieb läuft es nicht mehr rund, da „Kalt-Akquise-Gespräche digital nicht funktionieren.“

Remote Leadership heißt digitale Mitarbeiterführung

Viele „Führungskräfte sind mit der virtuellen Führung überfordert“ und suchen nach Wegen, wie sie ihre Mannschaft aus der Ferne motivieren können: „Einmal pro Woche habe ich mit dem gesamten Team ein virtuelles Meeting gemacht, in dem wir uns über alle Entscheidungen und wichtigen Ereignisse ausgetauscht haben. So bleiben alle auf dem Laufenden und keiner kann sich verstecken.“

Das Misstrauen ist hoch. Auch weil kaum jemand gelernt hat, wie man sein Team aus der Ferne führt. „Es gibt zu wenig soziale Kontakte und in Video-Calls bleibt zu viel auf der Strecke. Die richtige Mischung ist noch nicht gefunden.“ So ist es kein Wunder, dass „viele Mitarbeiter froh sind, dass sie wieder ins Büro gehen können und soziale Kontakte haben.“

So oder so ähnlich wird das in vielen Unternehmen beobachtet und empfunden. Es gibt weiterhin eine verbreitete Skepsis zu diesem Thema. Dennoch hat gerade die Corona-Krise gezeigt, dass digitales Arbeiten zunehmend wichtiger wird. Deshalb müssen sich Unternehmen nicht nur fragen, ob sie die erforderlichen technischen Kenntnisse haben, sondern eben auch, ob und wie sie Menschen ortsunabhängig motivieren und führen können.

Remote Leadership braucht ein Kompetenzmodell für digitales Führen

Um sich auf diese neue Umweltbedingung einzustellen, kann anhand eines neu entwickelten Kompetenzmodells jeder selbst prüfen, wo er im Hinblick auf Mitarbeiterführung, -coaching und -motivation aus der Ferne steht. Dabei kann insbesondere das eigene Netzwerk wertvolle Impulse liefern. So können konkrete Entwicklungsprogramme abgeleitet werden und Unternehmen wandeln sich zu „Remote Leaders“.

Wer noch zusätzlich von Spezialisten-Input profitieren will, kann die kostenlose App surround-view von HRDigital nutzen. Hier erhalten Nutzer auf Basis von Selbst- und Fremdbild Hinweise für eine persönliche Wachstums-Reise.

 

Über den Autor

Dr. Stefan H. Fischhuber ist Unternehmensberater, Mitgründer eines Softwareunternehmens für den Personalbereich und Investor.

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