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Optimale Ausnutzung des Gewinnfreibetrag

12.11.2018

Gewinnfreibetrag

Natürliche Personen (auch Gesellschafter-Geschäftsführer mit wesentlicher Beteiligung) und Gesellschafter von Mitunternehmerschaften, die Einkünfte aus einer betrieblichen Tätigkeit erzielen, können einen Gewinnfreibetrag geltend machen. Der Gewinnfreibetrag reduziert die Steuerbemessungsgrundlage und besteht aus dem Grundfreibetrag, der jedenfalls zusteht, und dem investitionsbedingtem Gewinnfreibetrag, für dessen Geltendmachung Investitionen in begünstigte Wirtschaftsgüter getätigt werden müssen.

Grundfreibetrag

Für Gewinne bis EUR 30.000,- pro Jahr steht der Grundfreibetrag in Höhe von 13% des Gewinnes (somit max. EUR 3.900,-) zu.

Investitonsbedingter Gewinnfreibetrag

Übersteigt der Gewinn EUR 30.000,- pro Jahr, kann zusätzlich zum Grundfreibetrag der investitionsbedingter Gewinnfreibetrag geltend gemacht werden. Für Gewinne über EUR 580.000,- steht gar kein Gewinnfreibetrag mehr zu.

Als begünstigte Wirtschaftsgüter gelten insbesondere körperliche, abnutzbare und ungebrauchte Anlagegüter mit einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von mindestens 4 Jahren. Darunter können auch Gebäude fallen. Achtung: Für gebrauchte Wirtschaftsgüter kommt der Gewinnfreibetrag nicht in Frage. Ebenfalls nicht begünstigt sind PKW, Kombi und geringwertige Wirtschaftsgüter.

Der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag steht in folgendem Ausmaß zu:

  • Gewinne bis zu EUR 175.000,- 13 %
  • die nächsten EUR 175.000,- 7 %
  • die nächsten EUR 230.000,- 4,5 %

Der maximale Gewinnfreibetrag beträgt daher EUR 45.350,-.

Wertpapiere als begünstigte Investition

Auch Wertpapiere können zur optimalen Ausnutzung des Gewinnfreibetrages angeschafft werden. Als begünstigte Wertpapiere gelten alle in Euro begebene Anleihen, Anleihen- und Immobilienfonds, beispielsweise Bundesanleihen, Wohnbauanleihen, Wandelschuldverschreibungen etc. Auch Wertpapieren müssen mindestens 4 Jahre im Anlagevermögen gehalten werden, da es ansonsten zu einer Nachversteuerung kommt. Lassen Sie sich von Ihrem Bankbetreuer Angebote für „§14-Wertpapiere“ geben und sich bestätigen, dass es sich um steuerlich anerkannte Wertpapiere handelt.

Achtung: Bei Inanspruchnahme der Betriebsausgabenpauschalierung kann der investitionsbegünstigte Gewinnfreibetrag nicht geltend gemacht werden.

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