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BMF möchte volle Steuer auf Bitcoins

20.02.2018

Vor wenigen Wochen wurde seitens des Finanzministeriums ein Entwurf der neuen Einkommensteuerrichtlinien zur Begutachtung gesendet:

Bei der Besteuerung von Kryptowährungen (Bitcoins etc.) zeichnet sich ein abrupter Meinungsschwenk ab: Erst im Sommer 2017 wurde die Meinung vertreten, dass im privaten Bereich nach einem Jahr Spekulationsfrist die Gewinne steuerfrei sind (als sonstige Einkünfte gem § 31 EStG) – jetzt möchte man die Gewinne und Verluste als Kapitaleinkünfte klassifizieren.

Dies würde bedeuten, dass sämtliche Gewinne (innerhalb und außerhalb der Spekulationsfrist) dann mit dem Progressionssatz (bis zu 50 %) zu versteuern wären (§ 27 Abs 3 EStG ohne Anwendung des Sondersteuersatzes), das ganze soll auch rückwirkend schon gelten.

Die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (KSW) hat dazu im Begutachtungsverfahren Gegenargumente eingebracht, es sei nicht nachzuvollziehen, warum Kryptowährungen „Kapitalforderungen“ sein sollen etc.

Der endgültige Entwurf bleibt abzuwarten, für die „Bitcoin-Spekulanten“ bleibt damit selbst das Steuerrecht höchst spekulativ…

Mag. David Gloser
Partner ECOVIS Austria GmbH

Mag. Barbara Hölzl
Geschäftsführerin ECOVIS Austria GmbH