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Bio-Imkerei Fähnle: Süüüüß!!

28.09.2017

Ohne Bienen keine Ernte – und kein Honig. Imkermeister Claus Uwe Fähnle in Königsbronn-Zang stellt seine Bio-Imkerei vor.

Wenn Claus Uwe Fähnle über seine Bienen und die Imkerei spricht, verlässt er gedanklich schnell seinen Wohnort Königsbronn-Zang. „In anderen Ländern schätzen die Obst- und Gemüsebauern die Bestäubungsleistung von Bienen“, sagt der 46-jährige Imkermeister und Diplom-Agrarwirt, „zum Teil bekommen Imker sogar Geld dafür, dass sie ihre Bienenstöcke neben Feldern aufstellen.“ Hierzulande treffe er da nicht immer auf Begeisterung. Doch das beeinflusst seine Liebe für die insgesamt rund 250 Bienenvölker nicht.

Denn was die etwa zwei Zentimeter großen Insekten leisten, ist enorm: Ein Bienenvolk zählt im Winter etwa 15.000, im Sommer rund 50.000 Bienen. Pro Volk gibt es eine Königin, die für Nachwuchs sorgt und im Akkord pro Tag etwa 2.000 Eier legt. „Von den Arbeiterinnen wird sie mit dem Königinnensaft, dem Gelée Royale, gefüttert“, erläutert Fähnle, „das Hochwertigste, was Bienen herstellen.“ Seine Bienen sorgen für insgesamt 14 verschiedene Honigsorten; die Geschmacksrichtungen reichen von Edelkastanien- über Linden- bis zu Tannenhonig – je nachdem, wo die Bienenstöcke aufgestellt sind und von welchen Blüten die Bienen den Honig holen. In seinem Hofladen verkauft Imker Fähnle alles rund um Honig wie Bienenwachskerzen, Blütenpollen, Propolis oder Bienenkosmetik. „Seit 2009 sind wir zudem Apitherapie-Imkerei. Das vergessene Wissen wird von Fachleuten wieder angewandt und bedeutet Heilen mit Bienenprodukten“, erläutert der Bienen-Fachmann.

Seine Bio-Imkerei, in der die ganze Familie mitarbeitet, hat er erst ab 1998 aufgebaut. „Damals haben wir an Weihnachten die ersten Gläser Honig verkauft“, sagt Fähnle. Heute sind es über 10 Tonnen im Jahr, die er im eigenen Geschäft verkauft, über Direktvermarkter und den Lebensmitteleinzelhandel. 1992 übernahm er von seinen Eltern den landwirtschaftlichen Betrieb. Auf 40 Hektar baut er Dinkel und Schälhafer an, Pferdeheu auf rund 30 Hektar.

Was sein Unternehmen von anderen unterscheidet? „Wir sind sehr verbraucherorientiert, bieten Führungen an und zeigen die Produktion“, sagt Fähnle. Vereine, Belegschaften und interessierte Privatpersonen sehen sich seinen Betrieb an.

Auch wenn ihn die Bürokratie und die Dokumentationspflichten gelegentlich nerven, seit seinem Ausflug ins Angestelltendasein zwischen 2000 und 2003 ist dem Imker klar, dass er lieber Unternehmer ist. Einige der weniger angenehmen Seiten der Selbstständigkeit erleichtert ihm sein Steuerberater Georg Schöffler bei Ecovis in Giengen, zu dem er 1998 über eine Empfehlung kam. „Er erledigt für mich die laufende Buchhaltung, Umsatzsteuererklärungen, Einkommensteuer und die Lohnbuchhaltung und in diesem Jahr zum ersten Mal auch einen Einspruch gegen den Einkommensteuerbescheid.“ Auch über wichtige aktuelle Themen wie die Kassendokumentationspflicht hat ihn Schöffler informiert.

Für die Zukunft möchte Fähnle noch zusätzliches Eigentum aufbauen. „Aktuell gehören uns nur 15 Hektar“, sagt er. Und wenn es klappt, würde er Wohnhaus und Bio-Imkerei an einen neuen Standort verlegen. „Vielleicht haben wir Glück und finden etwas Geeignetes.“

Mehr Infos zur Bio-Imkerei finden Sie hier.

Georg Schöffler, Steuerberater bei Ecovis in Giengen