Mandanten-Fallbeispiel: Sander Fördertechnik
Die Zahlen fest im Griff - Die Sander Fördertechnik GmbH hat sich mit Servicebereitschaft, Erfahrung und gründlicher Planung zum Erfolgsunternehmen entwickelt.
Mehr als 15 Jahre ist es her, dass für die Unternehmerfamilie Sander klar war: Wer Kaiserreich und Weimarer Republik, Nazizeit und Sozialismus durchgestanden hat, muss sich der Marktwirtschaft stellen. Vor der Wende hatte sich das Familienunternehmen als Privatbetrieb in der früheren DDR mit der Betreuung von Gabelstaplern behauptet. Doch die Zeit der „Russenstapler“ gehört längst der Vergangenheit an. Als Handwerksbetrieb mit zehn Mitarbeitern wagten die Chemnitzer unverzüglich den Neustart. „Heute ist daraus ein erfolgreiches und kapitalstarkes Unternehmen mit rund 100 Beschäftigten geworden“, sagt Hermann Stöhr, Steuerberater bei Ecovis und seit 1992 Wegbegleiter des Unternehmens.
Die Initialzündung für diese Wachstumsgeschichte war der Abschluss eines Händlervertrags mit der Linde AG. Neben der steuerlichen Beratung brachte Ecovis-Experte Stöhr dabei unter anderem sein Know-how bei der gesellschaftsrechtlichen Gestaltung ein. So gründete sich das frühere Einzelunternehmen noch vor dem Vertragsschluss mit Linde in die Sander Fördertechnik GmbH um. Sie bietet heute im Gebiet Sachsen den Service rund um Gabelstapler und andere Nutzfahrzeuge aus einer Hand an: von Vermietung und Leasing bis hin zu Reparatur und Handel.
Vor drei Jahren wurde zudem mit der Gründung der Santec GmbH & Co KG ein zweites Standbein geschaffen. Die Santec Verwaltungs GmbH ist deren Komplementärin, was wiederum die rechtliche Trennung dieser Gesellschaft von der Kooperation mit Linde ermöglicht. Santec ist damit frei von Gebietsvereinbarungen, mit dem Ziel, auch Kunden mit Fremdgeräten zu betreuen.
Rundum-Betreuung aus einer Hand
Wo Umsätze und Beschäftigtenzahlen stetig wachsen, muss immer wieder in neue Gebäude investiert werden. Auch anlässlich solcher Erweiterungen ist der Rat des Ecovis-Beraters gefragt. Soll man die alten Immobilien verkaufen oder vermieten? Welche Förderungen können abgerufen werden? Die richtigen Antworten auf solche Fragen optimieren die Gesamtkalkulation. Und wenn das Unternehmen heute zur Finanzierung des laufenden Geschäfts wie auch des Wachstums keinen Bedarf an Fremdkapital hat, so ist das ein weiterer Beleg für Stärke. Nicht einmal auf einen Kontokorrent-Rahmen muss die für die Finanzen zuständige Seniorchefin Christa Sander zurückgreifen. Kein Wunder ist es da, dass auch ein systematisches Controlling bei Sander selbstverständlich ist. „Auf Basis der Betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) vergleichen wir laufend die Soll- und Ist-Struktur“, sagt Stöhr. In schöner Regelmäßigkeit kann er dabei feststellen: Das Unternehmen hat seine Zahlen im Griff.
Dass die Chemnitzer auch im Markt erfolgreich sind, belegen nicht nur die Zahlen. So wurden sie bereits zweimal als kundenfreundlichster Händler innerhalb der Linde-Gruppe ausgezeichnet. Dazu trägt nicht zuletzt bei, dass die Familie selbst jede Menge Herzblut investiert. Der Juniorchef Ronald Sander steht dabei bereits für die vierte Generation des Unternehmens, das in 2004 sein hundertjähriges Jubiläum feiern konnte. Längst ist man dabei in die Größenordnung der Prüfungspflicht gewachsen. Zuständig für diesen Teil der Betreuung wiederum sind die Wirtschaftsprüfer der Ecovis-Kanzlei in Bayreuth.
Mehr als 100 Jahre
Gründerzeit: Edmund Sander gründet 1904 einen Schmiede- und Wagenbaubetrieb, den er später gemeinsam mit Sohn Paul in eine Kfz-Werkstatt umbaut
Überleben im Sozialismus: Das Unternehmen behauptet sich als privater Dienstleister, der nahezu im gesamten Gebiet der früheren DDR Gabelstapler aus der ehemaligen Sowjetunion betreut
Wachstum nach der Wende: Ein Händlervertrag mit der Linde AG schafft die Basis für die beeindruckende Erfolgsgeschichte der Sander Fördertechnik GmbH
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