Insolvenz: Was tun, wenn der Kunde pleite ist?Vorbeugen ist besser als später klagen – das gilt auch, wenn Lieferanten
im Insolvenzfall nicht in die Röhre gucken wollen.
Die Insolvenzzahlen sind zwar erfreulich gesunken, aber dagegen, dass ein Geschäftspartner in die Knie geht, ist auch in Zeiten blühender Konjunktur kein Unternehmer gefeit. Denn selbst bei vollen Auftragsbüchern können die Kassen leer oder ein Betrieb überschuldet sein. Manches Schuldnerunternehmen sieht bei drohender Zahlungsunfähigkeit gar eine Chance darin, sich in die Insolvenz zu flüchten.
Doch zu gefährlichen Schieflagen kommt es nicht von heute auf morgen, sie kündigen sich häufig sogar langfristig an. Für Ecovis-Rechtsanwalt Thomas Schinhärl ist denn auch Vorbeugen das beste Rezept gegen Forderungsausfälle. Verschiedenste Anzeichen können bereits Indizien für ernsthafte Probleme sein: Der Kunde hat immer mit Skonto bezahlt, plötzlich aber nutzt er sein Zahlungsziel voll aus oder lässt sich mahnen. Der Kunde redet sich mit komischen Argumenten heraus oder möchte neuerdings in Raten zahlen. Auch unregelmäßige Lohnzahlungen oder nicht abgeführte Beiträge an die Krankenkassen sprechen dafür, dass bei dem Kundenunternehmen etwas nicht stimmt. „Neben der Beachtung solcher Signale ist ein konsequentes Forderungsmanagement das wirksamste Mittel gegen Zahlungsausfälle“, so Schinhärl.
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