Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung,
Rechts-und Unternehmensberatung

DeutschEnglishEspañolFrançaisItalianoPortuguês

Aktuelle Themen

Bessere Noten von der Bank

Seit Jahresanfang ist Basel II Gesetz, das Rating aber schon gängige Praxis – und damit klar, was die Kreditinstitute sehen wollen.


Für Unternehmen und Selbstständige geht es um bares Geld: Wer von seiner Bank oder Sparkasse beim Rating eine schlechtere Bonitätsnote erhält, muss höhere Zinsen bezahlen, weil das Institut die Kredite mit mehr Eigenkapital unterlegen muss. Umgekehrt profitiert er von günstigeren Konditionen, wenn das Ausfallrisiko als vergleichsweise gering eingestuft wird. Es zahlt sich also aus, eine solide Bilanz vorlegen zu können. „Bilanz ist dabei nicht eng zu sehen, sondern umfasst alle Zahlen und Zusatzinformationen, die das Kreditinstitut braucht, um die Finanz- und Ertragslage richtig zu beurteilen“, betont Ecovis-Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Bernhard Umlauft. Dazu gehört auch bei kleineren Unternehmen eine vollständige Gewinn- und Verlust-Rechnung, auf die sie bei der Einreichung ihres Jahresabschlusses zum elektronischen Handelsregister verzichten können, wenn sie Kunden, Lieferanten oder Wettbewerbern nicht zu viel preisgeben möchten (siehe ECOVIS Info 4/2006). Allzu grobe Angaben bergen die Gefahr von Fehlinterpretationen bei der Bilanzanalyse, die das Fundament jedes Ratings bildet. Denn für die Strukturbilanz, die das Kreditinstitut zur Ermittlung aussagefähiger und vergleichbarer Kennzahlen erstellt, werden einzelne Positionen umgruppiert. Nicht oder schwer verwertbare Aktiva, wie zum Beispiel Firmenwert, werden eliminiert. Zudem können Wertansätze aus Vorsichtsgründen geändert werden. Die Strukturbilanz zeigt deutlicher, wie es um die Finanzierungs- und Vermögensstruktur sowie die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens bestellt ist. Erste Aufschlüsse über bilanzielle Risiken liefert dabei das Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital, Anlage zu Umlaufvermögen, Eigenkapital zu Anlagevermögen (Anlagendeckung) und flüssigen Mitteln zu kurzfristigen Fremdmitteln. Entscheidend für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit ist vor allem die Eigenkapitalquote (in Prozent der Bilanzsumme). Denn ein komfortables Eigenkapitalpolster verheißt wirtschaftliche Stabilität auch in schwierigen Zeiten, was wiederum die Kreditgeber beruhigt. „Das alte steuerlich motivierte Motto ,Gewinn runter und Geld raus aus der Firma’ gilt im Zeichen von Basel II nur eingeschränkt“, mahnt daher Gernot Potz, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei Ecovis. „Zunehmende Aufmerksamkeit schenken die Banken auch dem Cashflow“, ergänzt sein Kollege Bernhard Umlauft. Der Geldstrom, der dem Unternehmen aus dem Reingewinn sowie einkalkulierten Abschreibungen und Rückstellungen zufließt, spiegelt die Ertragskraft besser wider als der bilanz- und steuertaktisch manipulierbare Gewinn. Daher eignet sich der Cashflow gut als Maß für die Selbstfinanzierungskraft des Unternehmens und die Fähigkeit, seine Schulden zu bedienen.


Controlling auch für Kleinere ratsam

Wichtige Ratingkennzahlen sind auch die Eigenkapital und die Umsatzrentabilität und der Return on Investment (ROI). Bei der Beurteilung der Ertrags- und Finanzlage begnügen sich die Kreditinstitute aber nicht nur mit der Momentaufnahme des aktuellen Einzelabschlusses, sondern nehmen auch die Entwicklungstrends unter die Lupe und ziehen zum Vergleich Branchenkennziffern heran.„Je zeitnäher und detaillierter die Informationen, desto genauer und besser ist das Rating“, erklärt Dr. Manfred Bölkow, Steuerberater bei Ecovis. Dies gilt nicht nur für den Jahresabschluss, sondern auch für angeforderte Einkommensteuererklärungen und -bescheide, Selbstauskünfte, Monatsauswertungen oder Planzahlen. Eine Verzögerungsstrategie, wie sie vielleicht bei der Publizität nach außen angeraten sein mag, zahlt sich daher gegenüber der Bank nicht aus. Im Gegenteil, wie der folgende Auszug aus dem Rundschreiben einer Bank an ihre Kunden zeigt: „Legt der Kreditnehmer seine wirtschaftlichen Unterlagen nicht fristgerecht und vollständig vor, ist die Bank berechtigt, ab dem Tag der Einreichungsfrist den Vertragszins für Kontokorrentkredite um zwei Prozentpunkte und die Avalprovision um0,5 Prozentpunkte zu erhöhen.“

Um die gestiegenen Informations- und Bonitätsanforderungen zu erfüllen, ist es laut Ecovis-Steuerberater Dr. Bölkow „auch für kleinere Firmen unumgänglich, betriebswirtschaftliche Planungs- und Steuerungsinstrumente – Stichwort Controlling – einzusetzen“. Denn speziell bei der Finanzierung von Investitionen oder bei Kreditnehmern mit schwacher Bonität – dazu zählen die vielen eigenkapitalschwachen Kleinbetriebe – verlangen die Banken immerhäufiger Ertrags-, Finanz- und Liquiditätspläne. Bei der Aufbereitung der Informationen und beim Aufbau des notwendigen betriebswirtschaftlichen Knowhows in der Geschäftsleitung bietet Ecovis umfassende Unterstützung: Die Basis bilden die elementaren Dienstleistungen Buchhaltung und Jahresabschluss. Als Kompass für Planung und Steuerung sowie unternehmerische Entscheidungen dient eine aussagekräftige betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) mit den nötigen Kennzahlen, laufenden Zeit- und Soll-Ist-Vergleichen. Dabei gilt es, neben der Rentabilität auch die Liquidität im Visier zu behalten. Denn wenn es wegen fehlender Planung zu Lastschrift- und Scheckrückgaben, Tilgungsrückständen oder wiederholt zu nicht vereinbarten Überziehungen kommt, gilt dies als Alarmsignal, das die Ratingnote deutlich verschlechtert. Überdies kann der Steuerberater helfen, die Weichen für ein besseres Finanzrating zu stellen. So lässt sich die Liquidität durch Straffung des Mahnwesens, Abbau der Vorräte oder durch Leasing erhöhen, die Finanzstruktur durch Umschuldung kurzfristiger Kredite auf längerfristige Darlehen verbessern und das Eigenkapital durch moderate Entnahmen stärken. „In jedem Fall“, so Ecovis-Experte Umlauft, „ist Agieren besser als Reagieren; denn Nichtstun kostet Sie Geld.“



FAZIT

Schlüssel für ein adäquates Kreditrating sind gut aufbereitete, zeitnah eingereichte Informationen, die über das publizierte Bilanzgerüst hinausgehen. Dies erfordert den Einsatz des Ecovis-Beratungsansatzes. Bei der Einführung und bei der Verbesserung der Finanzstruktur für das Rating beraten wir Sie gern. www.ecovis.com/rechnungswesen



zurück nach oben

ECOVIS Hotline: 01805/ ECOVIS (=01805/ 326847) - 14 Cent/ Min. (aus dem Festnetz der Dt. Telekom AG, Handykosten können abweichen)
Impressum | Datenschutzhinweis



Worüber wir reden sollten

Hotline


Gern beantworten wir Ihre Fragen auch telefonisch unter

01805/ E C O V I S
01805/ 3 2 6 8 4 7 (14 Cent/ Min. in D)

oder vor Ort:
Ecovis-Standorte