Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung,
Rechts-und Unternehmensberatung

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ECOVIS Falkenstein

Festansprache des Niederlassungsleiters


Meine sehr geehrten Damen und Herren,
In diesen Tagen dürfen wir auf 50 Jahre unseres Bestehens zurückschauen und wir tun dies voller Dankbarkeit.
Dankbar sind wir in erster Linie Ihnen, verehrte Damen und Herren und all den Vielen, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben und den bisherigen Weg ganz oder teilweise mit uns gemeinsam gegangen sind.
Ein klein wenig, denke ich, dürfen wir auch stolz über unsere Leistungen sein.

Ein Sprichwort aus der Normandie lautet:
„Wenn Du einmal Erfolg hast, kann es Zufall sein.
Wenn Du zweimal Erfolg hast, kann es Glück sein.
Wenn Du dreimal Erfolg hast, so ist es Fleiß und Tüchtigkeit.“

Natürlich haben Zufall und Glück auch bei uns eine große Rolle gespielt, ich bin aber zutiefst davon überzeugt, dass ehrliche, fleißige Arbeit unter Einsatz von Wissen und Verstand heute noch die Grundlage für Erfolg sein können.

50 Jahre Steuerberatung, das sind 50 Jahre Dienst am Mandanten. 50 Jahre sind auf der einen Seite eine beachtliche Zeit, auf der anderen nur ein kleiner Abschnitt in der Geschichte. Mag sein, dass das so ist. Das besondere daran ist aber, dass es unsere Geschichte, unser Arbeitsleben war und ist. Wir erinnern uns gern an unsere Vergangenheit, denn nur der, der eine Vergangenheit hat, hat auch eine Zukunft.



Verehrte Damen und Herren,
Um uns die Zeit unserer Gründung besser vergegenwärtigen zu können, machen Sie mit mir bitte eine kleine Zeitreise - 50 Jahre zurück, in das Jahr 1958:

Man schrieb den 1. Oktober 1958 – Dieser Tag ist gleichsam der Beginn des Büros für Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung VEB Falkenstein im Vogtland, wie es in der Gründungsurkunde heißt.

Von nun an war der freie Beruf der Steuerberatung unter staatliche Kontrolle gestellt.

Unter den Bedingungen der damaligen DDR bestand die Aufgabe dieses volkseigenen Beratungsunternehmens insbesondere darin, Dienstleistungen für private und halbstaatliche Unternehmungen zu erbringen.
Die Umstände von damals erforderten sehr viel Improvisation. Ein Benzin- und Papierlimit machte uns große Probleme, telefonieren war oft ein Kunststück, FAX, Computer, Handy u.ä. kannten wir noch nicht, eine Additionsmaschine mit Papierstreifen war das begehrteste Handwerkszeug im Büro, und untergebracht waren wir in 6 Betriebsteilen mit Schwerkraftheizung, wo wir im Winter oft keine 19 °C Zimmertemperatur erreichten.

Unser Mobiliar entstammte aus vielen Zeitepochen und musste oftmals mittels Haken fixiert werden, damit es nicht unter der Last der Akten zusammenbrach.
Das alles, und noch viel mehr, gehörte zu unserem Alltag.

Das Personal rekrutierte sich aus Angestellten der damaligen Finanzverwaltung und Frauen und Männern, die vorher als oder bei Helfern in Steuersachen bzw. Steuerberatern beschäftigt waren.
Weil aber im Laufe der Zeit der Mitarbeiterbestand nicht ausreichte, um die steigenden Aufgaben zu lösen, dachte man an eigene Lehrausbildung. 1966 begannen deshalb im Büro Falkenstein drei Lehrlinge mit ihrer Ausbildung zum Industriekaufmann, einer davon war ich.

Von da an konnte ich das betriebliche Geschehen gleichsam hautnah miterleben, ab 1975 aus der Perspektive eines Leiters. Die Zeit verflog für mich wie im Fluge:
Lehrausbildung, Militärzeit, Eheschließung, Kind, Fernstudium, Bürozentralisierung vom kreisgeleiteten zum bezirksgeleiteten Unternehmen usw. waren sicher Gründe dafür.


Und dann kam das Jahr 1989 und es gab plötzlich mehr Fragen als Antworten.
Diejenigen, die diese Zeit bewusst miterlebt haben, wissen wovon ich spreche. Auf einmal war alles anders.
Aus manchen sozialistischen Leitern wurden über Nacht Kapitalisten. Einigen aus dem Kreis der sogenannten „sozialistischen Führungskräfte“ war nur das eigene „ich“ wichtig. Das tat weh, aber bereicherte die gemachten Erfahrungen. Einige Wochen standen als meistgestellte Fragen im Raum:

Was soll nun aus uns werden, wie kann und soll es weitergehen?
Wer kümmert sich um uns?

Unser Personalstand betrug reichlich 70 Personen in Falkenstein und wir arbeiteten im Verbund mit anderen Steuerbüros aus dem damaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt.

Beherzten, verantwortungsvollen Beratern ist es zu verdanken, dass aus dem ins Schlingern geratenen Schiff „VEB ReWi“, wie wir damals hießen, nach zähen Verhandlungen mit Behörden und sich massenweise anbietenden „Wölfen im Schafspelz“ schließlich das Unternehmen WWS Steuerberatungsgesellschaft mbH, Chemnitz mit 17 Niederlassungen in Sachsen entstehen konnte.

Zwei der damals besonders Aktiven aus unseren Reihen möchte ich namentlich erwähnen: Unsere Geschäftsführer Herr Harald Enge aus Chemnitz und Herr Gotthard Siebert aus Falkenstein waren echte Helden in dieser schwierigen Zeit. Durch ihre Persönlichkeit, ihre Erfahrung und Leistungsbereitschaft und ihren Mut gelang ein Neuanfang. Die übrigen, gleich ob Sachbearbeiter oder Berater dankten es ihnen durch Engagement, Vertrauen und vollem Einsatz. Die Hauptaufgabe bestand darin, sich nicht unterkriegen zu lassen, unsere Mandanten, die uns treu geblieben waren, nicht zu enttäuschen.

Unser größtes Problem damals war: Es hatte sich in ganz kurzer Zeit alles geändert.

So hieß die Devise: „Lernen, lernen, nochmals lernen“.

Erschwerend kam hinzu, dass einige Berufsträger aus dem alten Bundesgebiet ihre Chance witterten und hier im Osten, und dies keinesfalls immer in anständiger, kollegialer Art und Weise ihre Leistungen anboten. Viele unserer Mandanten konnten dem verlockenden Leumund „die kennen das Geheimnis, wie man keine Steuern zahlen braucht“, nicht widerstehen. Aber wir waren nicht angetreten, um zu Verlieren, der Ehrgeiz war manchmal höher als unsere Kraft. Wir haben uns nicht unterkriegen lassen, erkannten jedoch bald, dass wir aus eigenen Kräften zu lange brauchten, um konkurrenzfähig zu werden. Aus diesem Grunde suchten wir uns Partner, die wir auch in Bayern fanden, und mit denen wir bis heute erfolgreich zusammenarbeiten. Diese waren und sind seriös und haben sich als faire Geschäftspartner erwiesen, insbesondere in dieser äußerst schwierigen Aufbauzeit.

Gemeinsam arbeiten wir seit 2004 mit dem besonders im Norden Deutschlands tätigen Beratungsunternehmen Grieger/Mallison unter dem Namen „ECOVIS“ zusammen. Auch diese Entscheidung war richtig. Um den insbesondere in den letzten Jahren gestiegenen Marktanforderungen gerecht werden zu können, ist es heutzutage notwendig, Dienstleistungen anzubieten, die über das Standardprogramm einer Einzelkanzlei hinaus gehen, ohne deren Vorzüge zu verlieren.



Meine sehr verehrten Damen und Herren!

Grundidee von ECOVIS ist es, die persönliche Beratung und Betreuung der Mandanten vor Ort – wie sie die Einzelkanzlei auszeichnet – mit den Vorteilen großer Einheiten zu verbinden: Zugriff auf Fach- und Branchenberater, einheitlich hohe Qualitätsstandards, die durch eine eigene Akademie gesichert werden sowie überregionale und internationale Präsenz. Diese ebenso flexible wie effiziente Unternehmung ermöglicht es, Mittelständlern und Privatpersonen in allen Wirtschaftsfragen ganzheitliche Beratung in höchster Qualität zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten – und dies nicht nur in Ballungsgebieten, sondern auch in ländlichen Regionen.

Die Beratungsarbeit von ECOVIS orientiert sich an drei Leitlinien:

  1. Konsequente Mittelstandsorientierung:
    ECOVIS will das führende Beratungsunternehmen für den Mittelstand sein. Neben Privatpersonen reichen unsere Mandanten vom Handwerker und Freiberufler bis zum international tätigen Industrieunternehmen.

  2. Unternehmer beraten Unternehmer:
    Die mittelständischen Mandanten können von ECOVIS eine vorausschauende, ergebnisorientierte Beratung erwarten. In der örtlichen ECOVIS-Kanzlei finden Sie ihren persönlichen Ansprechpartner, der selbst in weitgehender unternehmerischer Verantwortung handelt. Alle Berater sind Gesellschafter in unserem Unternehmen.

  3. Qualität ist das Gegenteil des Zufalls:
    Persönliche Beratungsleistung höchster Qualität in allen Finanz-, Steuer- und Wirt-schaftsfragen ist das Grundversprechen von ECOVIS gegenüber seinen Mandanten. Diese Qualität wird durch die ECOVIS-Akademie, die vier Fachgesellschaften für Wirtschaftsprüfung, Steuer-, Rechts- und Unternehmensberatung und das ECOVIS-eigene-Intranet, auf das alle Kanzleien Zugriff haben, gesichert. Überdies sorgt der Austausch zwischen den Beratern und Mitarbeitern für eine ständige Erneuerung des Know-hows.
    Die Aus- und Weiterbildung ist für uns ein entscheidender Faktor. Es ist allgemein bekannt, dass die Verfallszeit von steuerlich-relevanten Gesetzen und Bestimmungen sehr hoch ist. Aber nur aktuelles Wissen dient unseren Mandanten. Aus diesem Grunde geben wir sehr viel Geld aus, um ständig auf dem neuesten Stand zu sein. Das trifft sowohl auf die Berater als auch auf unsere Mitarbeiter zu.


Unter der Marke ECOVIS wird heute das gesamte Leistungsspektrum der Steuerberatung, der gesetzlichen, freiwilligen und beratenden Wirtschaftsprüfung, der Rechtsberatung sowie der Unternehmens- und Managementberatung angeboten. ECOVIS Berater können ebenso effizient die Finanz- und Lohnbuchhaltung kleiner Unternehmen abwickeln wie auch auf unternehmensinterne Spezialisten zurückgreifen.

Mit rund 120 Standorten ist ECOVIS in Deutschland fast flächendeckend präsent – mit Schwerpunkt in Bayern und Ostdeutschland. Darüber hinaus ist sie mit derzeit 44 ECOVIS-Partnerkanzleien im Ausland vertreten. Dazu kommen die in München konzentrierten Spezialisten für internationales Steuerrecht.

Unter den größten deutschen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften nimmt ECOVIS, gemessen am Honorarumsatz, den achten Platz ein. Bei der Steuerberatung für den Mittelstand zählt sie zu den Marktführern.

Um das zu erhalten und weiter zu entwickeln, bedarf es viel Kraft und Weitsicht.
Es ist und wird auch zukünftig wichtig sein, bei all den Möglichkeiten, die sich heutzutage auftun, Fleiß und Seriosität nicht durch Leichtsinn zu ersetzen. Das Vertrauen unserer Mandanten in unsere Arbeit ist unser größter Schatz, den es zu bewahren gilt. Darauf habe ich persönlich in all den Jahren meiner Tätigkeit den größten Wert gelegt.



Meine sehr verehrten Damen und Herren,

alles im Leben hat seine Zeit. In wenigen Monaten werde ich, wenn Gott will, 60 Jahre alt. Nicht nur meinen Mandanten habe ich stets geraten, zeitgerecht für die Nachfolge zu sorgen.

Mein Sohn Jan, das ist der, der Sie vorhin offiziell begrüßt hat, wird ab Juli 2009 die Niederlassung Falkenstein unseres Unternehmens ECOVIS WWS leiten.
Ich habe mir Mühe gegeben, ihn in sein berufliches Leben einzuarbeiten. Er ist mittlerweile 6 Jahre als Steuerberater in Falkenstein tätig und macht einiges bereits besser als ich. Darüber bin ich sehr stolz. Außerdem freue ich mich auf die Zeit, in der ich beabsichtige, etwas kürzer zu treten.

Gemeinsam mit den übrigen Beratern in der Niederlassung Falkenstein und 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie derzeit 3 Auszubildenden haben wir versucht, Ihnen ein echter Partner in Sachen Steuerberatung zu sein. Das wir eine ordentliche Arbeit leisten, wurde uns im Juli dieses Jahres nach einem externen Zertifizierungsverfahren durch eine entsprechende Urkunde bestätigt. Sie können versichert sein, dass wir auch in den nächsten Jahren alles tun werden, das uns entgegengebrachte Vertrauen zu rechtfertigen.


Ich möchte meine Ausführungen nicht beenden, ohne mich zugleich im Namen unseres gesamten Unternehmens bei Ihnen allen, verehrte Damen und Herren für die bereits über viele Jahre andauernde vertrauensvolle und angenehme Zusammenarbeit auf das Herzlichste zu bedanken.
Bedanken möchte ich mich auch bei dieser Gelegenheit für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten, insbesondere für Ihre Spenden für den Verein „Keimling“ aus Lengenfeld im Vogtland . Im Jahre 2007 durfte ich mich zusammen mit Anderen vor Ort, konkret in Rumänien, von der Notwendigkeit und der effektiven Weitergabe der Spenden an die vielen Hilfsbedürftigen überzeugen.
Die uns dort entgegengebrachte Dankbarkeit hat bei Vielen Tränen der Rührung hervorgeholt. Für uns führte die selbsterlebte Realität zu einer noch höheren Spendenbereitschaft als vorher.

Gestatten Sie mir, abschließend dazu ein Wort von Dr. Mildred Scheel zu sagen:

„Es sind nicht die großen Worte,
die in der Gemeinschaft Grundsätzliches bewegen.
Es sind die vielen Taten der Einzelnen!“

In diesem Sinne danke ich Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.



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