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Viel Potenzial im Land der Scheiche


Innovative deutsche Unternehmen sind auch in der Boomregion Dubai gefragt. Vor dem Erfolg steht jedoch eine gründliche Vorbereitung.

Wenn es um elektrotechnische Lösungen im Bereich der Versorgung und Entsorgung von Wasser geht, ist die Spegel Elektro-Anlagen GmbH in Kempten ein Inbegriff für höchste Qualität. Auf der Basis modernster Technologien hat sich das 1982 gegründete Unternehmen bei ständig steigenden Marktanteilen bundesweit profiliert. Mittlerweile richtet Firmenchef Manfred Spegel seinen Blick jedoch auch über die Landesgrenzen hinaus. „Denn ein Gutteil unseres Geschäfts in Deutschland basiert heute auf Sanierungen, Erweiterungen oder Modernisierungen, der Neuanlagenbau dagegen stagniert“, sagt Spegel.

Der Unternehmer hat deshalb ein waches Auge darauf, welche Chancen an ausländischen Märkten winken. Aufgrund eines Beitrags in ECOVIS Info 4/2007 über Ludwar International Consulting FZC rückte die Boomregion Dubai in sein Blickfeld. Die Beratungsgesellschaft mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist auf Projekte mittelständischer Unternehmen in dieser Region spezialisiert und arbeitet eng mit Ecovis zusammen. Mit Mazdak Rafaty, in Dubai ansässiger Geschäftsführender Gesellschafter von LIC, führte Spegel erste Vorgespräche. Schon im Mai war es dann soweit: Gemeinsam mit seinem Sohn reiste der Unternehmer für eine Woche nach Dubai, wo ihm Rafaty einflussreiche Gesprächspartner vorstellte. „Schon nach diesem Besuch war mir klar, welches gewaltige Potenzial dieser Markt für unsere Leistungen bietet“, sagt Spegel.

Verwunderlich ist das nicht. Denn in dem zweitgrößten Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate blüht die Wirtschaft. Und dort werden in den kommenden Jahren Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur fließen. Nicht zuletzt dank der Kontakte von LIC kam auch Spegel schnell ins Gespräch. „Wir haben uns mit lokalen Kooperationspartnern ebenso unterhalten wie mit hier aktiven deutschen Unternehmen, die für die Spegel Elektro-Anlagen GmbH als Kunden und Kooperationspartner infrage kommen“, sagt Rafaty.

Wer den Markt erobern will, muss jedoch auch besondere Kontakte knüpfen. Denn Ausländer können in Dubai nur bedingt Unternehmen gründen und dürfen bei Joint Ventures lediglich als Minderheitsgesellschafter agieren. „Wer als deutscher Unternehmer in Dubai aktiv werden will, braucht deshalb in vielen Fällen Partner vor Ort“, sagt Michael Sabisch, Steuerberater bei Ecovis. Je nach Art der Repräsentanz der ausländischen Gesellschaften können Sponsoren entweder als Mehrheitsgesellschafter oder lediglich als Sponsoren agieren, die eine Aufwandsentschädigung erhalten und von Gewinnansprüchen sowie Mitspracherechten ausgeschlossen sind. Im Fall eines Joint Ventures werden meist in Zusatzvereinbarungen die genaue Rolle sowie die Ansprüche des lokalen Partners definiert. In den Freihandelszonen des Emirats dagegen dürfen Ausländer Unternehmen gründen, die zu 100 Prozent ihnen gehören.

Die Ecovis-Berater informierten den Kemptener Unternehmer aber auch über die attraktiven steuerlichen Vergünstigungen für deutsche Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Für den Unternehmer Spegel freilich war es erst einmal wichtig, das Geschäftspotenzial auszuloten. Bei seinen Gesprächspartnern hat er dabei mehr als nur Interesse geweckt. „Uns liegen bereits Angebote vor und wir befinden uns nun in der Phase konkreter Verhandlungen“, sagt Spegel.

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