Auch gesunde mittelständische Firmen sind vor Kreditkündigungen nicht sicher. Wirkungsvolle Hilfe bieten spezialisierte Ecovis-Berater.
Für den Unternehmer, der die väterliche Schreinerei zum regionalen Fertighaushersteller mit insgesamt 15 Beschäftigten ausgebaut hatte, kam die Kündigung der Kreditlinie von 100.000 Euro zum Jahresende 2007 – also binnen sechs Monaten – aus heiterem Himmel. Schließlich bestand mit seiner Hausbank seit 35 Jahren eine „angenehme Geschäftsverbindung“. Weder seine Zahlungsmoral noch sein Informationsverhalten gaben der Großbank Anlass zur Klage. „Nicht einmal zwei Tage sind wir fällige Zahlungen schuldig geblieben.“ Der Bank waren die wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse der Firma und der Unternehmerfamilie wohl bekannt, zumal sie auch die Firmengebäude über Privatdarlehen an die Ehefrau finanzierte. Und zeitnah lieferte der Unternehmer dem Institut aktuelle Informationen: monatlich die Betriebswirtschaftliche Analyse (BWA) von Ecovis, alle drei Monate den Auftragsbestand.
Was dem Fertighausbauer passierte, ist beileibe kein Einzelfall: „Die Kreditinstitute legen auch bei langjährigen Geschäfts- und Firmenkunden, die nicht negativ aufgefallen sind, strengere Maßstäbe an“, weiß Professor Dr. Bernd Romeike, Geschäftsführer der mit Ecovis kooperierenden GLC Glücksburg Consulting AG. Oft stecken geschäftspolitische Gründe dahinter. Im Klartext: Firmen aus bestimmten Branchen oder kleinere Unternehmen sind der Bank nicht mehr lukrativ genug – so auch im Beispielfall, wie Josef Häusler, Geschäftsführer der ECOVIS Consulting GmbH, am Telefon erfuhr. Ihn hatte der Unternehmer auf Anraten seiner Ecovis-Steuerberaterin eingeschaltet, um eine geordnete Ablösung des Gesamtengagements inklusive der Darlehen zu erreichen.
„Fallstricke bergen auch die schematisierten Ratingsysteme der Kreditinstitute, die alles über einen Kamm scheren“, erklärt der gelernte Banker Häusler. Ist das Unternehmen zum Beispiel in einer „Risikobranche“ tätig, verschlechtert sich die Bonitätsnote. Bei dem Fertighaushersteller wirkte sich wohl negativ aus, dass die Branche und das Unternehmen nach dem Ende der Eigenheimzulage im ersten Halbjahr 2007 einen schwächeren Auftragseingang verzeichneten. Dazu kamen auf den ersten Blick ungünstige Bilanzrelationen: Als Gegenposten für die von der Ehefrau und Mitgesellschafterin übernommenen Darlehensverpflichtungen für die Firmengebäude stand in der Bilanz ein Gesellschafterdarlehen, das zu einem negativen Eigenkapital führte. „Mit diesem Anschein wurde offensichtlich das Ratingsystem gefüttert“, meint Häusler.
Um die Bilanz zu bereinigen, empfahl Häusler, auf die Rückgewähr des Gesellschafterdarlehens zu verzichten; die Gesellschafterversammlung wandelte es dann in Rücklagen um. Dadurch wurde haftendes Eigenkapital ausgewiesen, was wirtschaftlich schon vorher vorhanden war. Zudem riet er, zwei kleinere Darlehen aus Eigenmitteln zu tilgen, um den laufenden Kapitaldienst zu senken. Und schließlich konnte Häusler mit seiner gründlichen Finanzanalyse eine regionale Bank überzeugen, dass das wirtschaftlich gesunde Unternehmen die Zins- und Tilgungsraten für das verbleibende Gesamtkreditengagement leisten könne. „Das Beraterhonorar war gut angelegtes Geld“, meint der Unternehmer. „Ich kann nur jedem raten, bei solchen Problemen frühzeitig externe Hilfe zu holen. Auch die Aufnahme neuer Kredite, etwa für Investitionen, würde ich nicht mehr
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