Lotsen für den WachstumskursVom kleinen Handwerker zum größten Arbeitgeber am Ort: Mit Ecovis-Beratung geht die Erfal Erler oHG in eine neue Expansionsphase.
Schon die Entstehungsgeschichte ist ungewöhnlich: Noch in der DDR-Ära, 1984, gründete der junge Drechslermeister Jörg Erler zusammen mit seinem Vater Klaus, einem studierten Textilgestalter, einen kleinen Handwerksbetrieb für erzgebirgische Holzfiguren und -spielzeuge. Daneben fertigte die Drechslerei Gardinenstangen aus Holz, die damals Mangelware waren. Über diese Schiene gelang Erfal nach der Wende der Einstieg in den Markt für innen liegenden Sonnenschutz und Dekorationstechnik. Später kamen Insektenschutz und zuletzt Außenbeschattung dazu.
Obwohl die tschechische Grenze nur 20 Kilometer entfernt ist, fertigt Erfal die maßkonfektionierten Produkte nach wie vor im sächsischen Falkenstein. Denn Vater und Sohn Erler fühlen sich als heimatverbundene Vogtländer verpflichtet, möglichst vielen Menschen in der Region (Arbeitslosenquote 16 Prozent) Lohn und Brot zu verschaffen. Mit zweistelligen Wachstumsraten hat Erfal 2005 einen Umsatz von mehr als 13 Millionen Euro erreicht, beschäftigt rund 170 Mitarbeiter, davon 19 Auszubildende, und zählt rund 2.500 Kunden, überwiegend im Raumausstattungs- und Gardinen-Fachhandel.
Die starke Expansion stellt freilich auch höhere Anforderungen an den Steuerberater. „Über die üblichen Leistungen wie Lohnbuchhaltung, Jahresabschluss und steuerliche Betreuung hinaus brauchen wir jemanden, der uns hier vor Ort auch bei Investitionsentscheidungen und anderen betrieblichen Weichenstellungen beraten und unterstützen kann“, begründet Jörg Erler, warum er und sein Vater Klaus vor zwei Jahren zur Falkensteiner Ecovis-Kanzlei gewechselt sind. „Ein weiterer Pluspunkt ist das internationale Ecovis-Netzwerk.“
Seitdem hat Steuerberater Jan Brumbauer, der in der Kanzlei seines Vaters Josef arbeitet, bei der Einführung eines modernen Finanzbuchhaltungs-, Planungs- und Controllingsystems mitgewirkt und Jörg Erler, der als Geschäftsführer die operative Verantwortung trägt, bei der Erstellung eines langfristigen Rentabilitäts- und Liquiditätsplans tatkräftig unterstützt.
Darauf baut wiederum die Investitionsplanung für die nächste Produktionserweiterung auf, die mehrere Millionen Euro kosten wird. Hier ist auch Seniorchef Klaus Erler stark engagiert, der sich speziell um die Bauvorhaben kümmert. Sein persönlicher Ecovis-Partner ist Steuerbevollmächtigter Josef Brumbauer. „Vom Alter her ist die spiegelbildliche Zuordnung ideal“, meint Jan Brumbauer. „Jede Generation spricht ihre Sprache.“
Beide, Vater und Sohn Brumbauer, sind auch bei der Nachfolgeregelung gefordert – sprich: der Klärung der Frage, wie Klaus Erler seinen Firmenanteil
am steuergünstigsten und zugleich die Liquidität schonend auf Sohn Jörg überträgt. „Auch dafür werden wir“, so Josef Brumbauer, „zusammen mit Ecovis-Rechtsanwälten eine für beide Seiten akzeptable Lösung finden.“
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